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Home GMA Ziele und Geschichte/Hintergrund der GMA Geschichte/Hintergrund der GMA

Geschichte bzw. Hintergrund der GMA

Perspektiven der Zusammenarbeit von GMA und MFT

Prof. Dr. med. E. G. Hahn, Vorsitzender der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung, Erlangen


Die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) wurde am 22.4.1978 als Deutsche Sektion der Association for Medical Education in Europe (AMEE) gegründet. Die Inititive ergriff damals der Präsident der AMEE, Wolter, der über Herrn Krämer, den damaligen Vorsitzenden des IMPP, Herrn Valentin ansprach, der als Präsident des Medizinischen Fakultätentages (MFT) die Notwendigkeit einer Bündelung der Deutschen Forschung und Entwicklung für die Ausbildung von Ärzten und Ärztinnen erkannte. Herr Kemper, langjähriger Präsident des MFT war später im Vorstand der GMA, gefolgt 1982 von Herrn Hoppe. Der langjährige Vorsitzende der GMA bis 1994, Herr Kollege Habeck, hat die enge Zusammenarbeit der GMA mit dem MFT fortgeführt. 1984 wurden die ersten Exemplare einer eigenen Zeitschrift „Medizinische Ausbildung“ gedruckt, die bis Ende 2004 als Supplement der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ im Thieme-Verlag 4mal jährlich erscheint und als Sprachrohr der Medizinischen Ausbildung an Deutschen Fakultäten eine wichtige Rolle spielt. 1994 hat Herr Eitel den Vorsitz der GMA übernommen. Unter der Leitung von Herrn Kollegen Eitel hat die GMA im vergangenen Oktober ihr 25-jähriges Bestehen und gleichzeitig die 10. Tagung "Qualität der Lehre" erlebt. Die Mitgliederversammlung hat gleichzeitig einen neuen Vorstand gewählt und Herrn Eitel und Herrn Hoppe als Vorsitzenden bzw. Stellvertretenden Vorsitzenden mit stehendem Applaus verabschiedet. Als neuer Vorsitzender wurde E. G. Hahn, Erlangen gewählt, als stellvertretender Vorsitzender P. Dieter, Dresden. Schriftführerin wurde Maria Lammerding-Köppel, Tübingen, Schatzmeister R. Nippert, Münster, Beisitzer aus dem Lehrkörper S. Herzig, Köln, Beisitzer aus der Studentenschaft cand.med. T. Shiozawa, Bonn (2003-2006). Es wurden auch einige Satzungsänderungen beschlossen; insbesondere werden in Zukunft die Leiter der Ausschüsse/Arbeitsgemeinschaften und der Präsidenten der Jahrestagung dem Gesamtvorstand angehören.
Sie sehen, die Wurzeln der GMA sind dem MFT entsprungen, und man kann die GMA als den pädagogisch-wissenschaftlichen Arm des MFT verstehen. Die Zusammenarbeit von GMA und MFT hat deshalb lange Tradition und hat nicht zuletzt auch die jeweiligen Änderungen der ÄAppO geprägt. Dies gilt auch für die jüngste, gerade in Kraft getretene ÄAppO.


Die Perspektiven der Zusammenarbeit ergeben sich deshalb aus diesen gemeinsamen Wurzeln. Als Sektion der AMEE vertritt die GMA die Deutschen Interessen und Beiträge zur Medizinischen Ausbildung auf Europäischer Ebene. Sie wird sich auch in Zukunft dieser Aufgabe widmen, womöglich verstärkt. Insbesondere wird sie in Verhandlungen mit der AMEE eintreten, um die Mitgliedsbeiträge bei doppelter Mitgliedschaft zu senken, die Repräsentanz in den Orgenen der AMEE zu verstärken und eine vertragliche Regelung der Zusammenarbeit zu erreichen. Dabei wünscht sich die GMA die Unterstützung durch den MFT.


Die GMA hat eine Reihe von Ausschüssen/Arbeitsgemeinschaften (AG), die im Auftrag des Vorstands der GMA definierte Projekte bearbeiten (siehe Ausschüsse). Die GMA sieht sich wegen der Fachkompetenz ihrer Mitglieder in der Lage, zusätzliche Projekte, z. B. auch im Auftrag des MFT, aufzugreifen und mit anderen Kompetenzgruppen zu bearbeiten. Die neue ÄAppO stellt viele Fakultäten vor schwierige Aufgaben, bei der die GMA helfen kann. Z. B. ist eine AG Prüfungen (Sprecher: Martin Fischer, München), die einheitliche und standardisierte Prüfungsinstrumente und –inhalte über die Internetseite der GMA den Fakultäten zur Verfügung stellen wird.


Herr Kollege Putz hat über den Aufbau der Akademie für Medizinische Ausbildung (mit MMA/MME-Programm!) berichtet. Die im Rahmen dieses Programms erforderlichen pädagogisch geschulten Trainer finden sich in zunehmender Zahl unter den Mitgliedern der GMA, und die GMA wird das Programm nachhaltig unterstützen und auch wissenschaftlich begleiten können.


Der Vorstand der GMA hat sich unter Federführung von E. G. Hahn, Erlangen in mehreren Strategiegesprächen über die Schwerpunkte der Arbeit für die kommenden Jahre Gedanken gemacht. Daraus resultierte der Entwurf eines Eckpunktepapiers, das auf der Mitgliederversammlung 2005 verabschiedet wurde. Es wurden 10 Eckpunkte als Grundlage für die zukünftige Arbeit der GMA formuliert (siehe Eckpunktepapier), die auch Perspektiven für die Zusammenarbeit mit dem MFT aufzeigen.


Insbesondere die neue, effizientere Arbeit der Ausschüsse/Arbeitsgemeinschaften (Eckpunkt II), verstärkten Kontakte und Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften (Eckpunkt V), Standardisierung und Harmonisierung auf dem Gebiet der Medizinischen Ausbildung (Eckpunkt VI), Professionalisierung der Lehre (Eckpunkt IX) und Ausbildungsforschung für evidenzbasiertes Lehren und Lernen (Eckpunkt X) bieten reichlich Möglichkeiten der engen Zusammenarbeit. Die GMA wird in der Lage sein, Projekte und Anfragen des MFT zu übernehmen. Sie kann den schwierigen Prozeß der Umsetzung der neuen ÄAppO unterstützen und begleiten. Sie wird vermehrt in den Fakultäten (Lehrkörper und Studentenschaft) um aktive Mitarbeit werben und versuchen, den Stellenwert der Medizinischen Ausbildung in Deutschland zusammen mit dem MFT zu steigern.


Um die vorhandenen Kompetenzen der GMA optimal wirksam werden zu lassen, soll eine ständige Geschäftsführung (die Geschäftsstelle existiert seit Jan. 2004) eingerichtet werden; das Supplement "Medizinische Ausbildung" soll zu einer eigenständigen Zeitschrift werden (seit Jan. 2005 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung, http://www.egms.de/de; der Mehrwert für unsere Mitglieder, insbesondere auch für die Medizinischen Fakultäten soll verstärkt werden. Dazu müssen die Finanzierungskonzepte der GMA neu durchdacht werden, um ein entsprechendes Budget zur Verfügung zu haben. Der Vorstand der GMA hofft dabei auf eine breite Unterstützung aus unseren Fakultäten heraus, und insbesondere auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem MFT und seinen Gremien.