Durch Lehren lernen wir.
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GMA - Workshop 1: Arbeits- und Sozialmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung Zusammenfassung Sequenz 1: Ausbildungsziele und Curriculum Themenbereich: Sozialmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung (8.10.2004) Zur Ableitung von Lern- / Ausbildungszielen kann der Gegenstandskatalog der DGSMP als Richtlinie herangezogen werden. Aufgrund der umfangreichen Darstellung von Lehrinhalten wurde von den Teilnehmenden eine Fokussierung bestimmter Themen vorgeschlagen und erarbeitet. Diese sollten generell unter dem Aspekt entwickelt werden, Studierenden nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern eine Basisausbildung zur „allgemeinen Arztreife“ zu vermitteln, in der Prävention und Gesundheitsförderung eine gebührende Rolle zukommt. Ferner sollen die Studierenden auf die Anforderungen ihrer zukünftigen Rolle im Gesundheitssystem vorbereitet werden. Diese Überlegungen führten zu folgenden Schwerpunktthemen (Lernzielen):
Es wäre wünschenswert, das Fach Sozialmedizin im klinischen Abschnitt vor das Modul Prävention und Gesundheitsförderung zu platzieren. Letztere Bereich bedarf eines stärkeren klinischen Bezugs. Themenbereich: Arbeitsmedizin (09.10.2004, Vormittag Der Lernzielkatalog der DGAUM (Dt. Gesellschaft für Arbeit- und Umweltmedizin) (www.dgaum.de) stellt prinzipiell eine gute Richtlinie für die arbeitsmedizinische Lehre dar. Er führt die wichtigen Kompetenzen (Wissen, Fertigkeiten und Handlungen) auf, enthält Wichtungsfaktoren bzw. die Angabe von Niveaustufen und zeigt Anknüpfungspunkte für die Querschnittsbereiche auf. In der Diskussion (Pole: Unterricht für zukünftige Betriebsärzte vs. Ausbildung zur „allgemeinen Arztreife“) wurde deutlich, dass eine Konzentrierung auf die Lernziele möglich sein sollte, die für die „allgemeine Arztreife“ notwendig sind. Grundsätzlich sollten hierbei folgende Schwerpunktthemen (Lernziele) Berücksichtigung finden:
Auch hier ist die didaktische Aufarbeitung der Lehrinhalte sehr wichtig. Es hat sich als sinnvoll herausgestellt, die Studierenden inhaltlich da „abzuholen“, wo sie sich auskennen wie z.B. mit der Betrachtung des eigenen Arbeitsplatzes (z.B. Arbeitsplatz Arztpraxis) und dies schrittweise um andere Belastungsfaktoren zu erweitern. Sequenz 2: Lehr- und Lernformen (09.10.2004, Nachmittag) Ausgehend von den vorgestellten Beispielen (eLearning national und international, Video, Seminar, Workshoptag, Exkursion) wurde deutlich, dass gute Möglichkeiten bestehen, Lehrinhalte in den Fächern Arbeits- und Sozialmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung auf vielfältige Weise zu vermitteln. Die Fächer Arbeits- und Sozialmedizin waren bisher Fächer, deren Vorbereitung sich für die Studierenden im Hinblick auf das zweite Staatsexamen (GK 3) nicht lohnte (wenige sehr schwere Fragen, breites Fach) und somit unterblieb. Dies prägte z.T. bereits das geringe Interesse der Studierenden während des Studiums. Zur Stärkung der Fächer ist eine gute Lehre notwendig - im Hinblick auf die bisherigen IMPP-Prüfungen lässt sich feststellen, dass die Studierenden die Fächer in der Regel nicht für das 2. Staatsexamen vorbereiten. Sequenz 3 und 4: Aufgrund der Betrachtung von drei unterschiedlichen Fächern in einem Workshop war sehr viel Zeit für die ersten beiden Sequenzen erforderlich. Zudem beschlossen die Workshop-Teilnehmer, die Sitzung am Sonntag Vormittag ausfallen zu lassen. Von Seiten der Workshop-Leitung wäre Ziel dieser Sitzung gewesen, die Vor- und Nachteile einzelner Lehr- und Lernformen im Hinblick auf einzelne Fächer / Lerninhalte zu besprechen. Zudem sollte über Möglichkeiten der Vernetzung mit klinischen Fächern vertieft nachgedacht werden. Im Bereich der Arbeitsmedizin werden in der Regel abwechslungsreiche Angebote aus Vorlesung, Seminar; Praktikum und Exkursion gemacht, wobei neuere Lehrmedien (eLearning, Video) teilweise zum Einsatz kommen. Grundsätzlich bestand bei den Teilnehmenden der Wunsch nach mehr Austausch und Vernetzung innerhalb des Faches Arbeitsmedizin. Ähnliches wurde für den Bereich Sozialmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung gesehen - auch wenn dort die Fachgesellschaft DGSMP deutlich weniger Aktivität zu zeigen scheint. Vor diesem Hintergrund soll versucht werden, bei der nächsten Tagung der DGAUM (April 2005, Bochum) einen entsprechenden Workshop bzw. eine Postersession zu veranstalten, bei der alle arbeitsmedizinischen Lehrangebote vorgestellt werden sollten. Dr. Heike Englert, MPH Charité, Berlin PD Dr. Monika A. Rieger Universität Witten / Herdecke |