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1. Zusammensetzung und Auftrag des Ausschusses
Nach unserer praktischen Erfahrung als Lehrende ist die bestmögliche wissenschaftliche Grundlegung der Lehre eine notwendige Voraussetzung für optimales Lernen und die Qualität des Curriculums sowie für die Qualität unserer Entscheidungen und Handlungen als Lehrende bei der Curriculum-Gestaltung. Wir wollen diese Auffassung verwirklichen, indem wir Bedingungen für gute Lehre und optimales Lernen mit wissenschaftlich begründeten, standardisierten Ansätzen untersuchen. Der hier vorgestellte Ausschuss beschäftigt sich damit, die Fachdidaktik der Medizin auf wissenschaftlicher Grundlage weiter zu entwickeln. Hierzu sollen in erster Linie Fragen der Forschungsmethodik untersucht und ein Methodenkanon der Ausbildungsforschung in der Medizin entwickelt werden, der sich ausdrücklich nicht nur auf quantitative Verfahren beschränkt. Der Ausschuss ist als Netzwerk von Medizinern, Psychologen, Methodikern, Ausbildungsforschern, Natur-, Struktur-, Geistes- und Sozialwissenschaftlern konzipiert.
2. Bedeutung und Aktualität des Ausschuss-Themas
Im Zuge der Reformierung medizinischer Ausbildung gewinnen neue Lehr- und Prüfungskonzepte immer mehr an Bedeutung. Die Einführung neuer Konzepte ist zum Teil mit hohem materiellem und personellem Aufwand verbunden. Daher ist die wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit unbedingt notwendig. Fundierte Forschung erfordert jedoch methodische und statistische Kenntnisse.
3. Konkrete Aufträge des Ausschusses (limitiert oder ständiger Auftrag)
Beratung: Es soll ein interdisziplinäres Netzwerk geschaffen werden, dessen Mitglieder im Rahmen einer kollegialen Beratung gegenseitig von ihren unterschiedlichen Kompetenzen profitieren. Diese Kompetenzen können z.B. verschiedene methodische Gebiete, aber auch ganz praktische Erfahrung in der Durchführung von Studien oder in der Einwerbung von Fördermitteln beinhalten. Der Ausschuss unterstützt Mitglieder der GMA bei ihrer Studienplanung sachkompetent. Auf der Internetsektion des Ausschusses auf der Homepage der GMA http://www.gesellschaft-medizinische-ausbildung.org befinden sich weitere Informationen zu diesem Projekt. Qualifizierung: Um die Ausbildungsforschung zu fördern, ist die Vermittlung von Forschungsmethoden erforderlich. In der Methodik der Ausbildungsforschung besteht ein deutlicher Unterschied zur biomedizinischen Forschung, da hier neben kausalanalytisch quantitativen Verfahren auch hermeneutisch qualitative Verfahren zur Anwendung kommen. Letztere sind aber für den Mediziner, der traditionell seine Forschungsqualifikation im biomedizinischen Sektor erwirbt, in der Regel fremd. Insofern besteht ein dringender Bedarf an Methodenlehre. Dies kann nur erfüllt werden durch didaktisch geeignete Maßnahmen. In Workshops sollen auch während der GMA-Tagungen Methoden der Ausbildungsforschung vermittelt werden.
4. Zielgruppe(n)
Wegen der interdisziplinären Thematik des Projekts ist die Zielgruppe nicht nur auf medizinische und Gesundheitsberufe beschränkt, beschränkt, sondern bezieht sich auf alle Berufe und Interessenten sowie Lehrende und vor allem Lernende, Planende und Entscheidende in Aus-, Weiter- und Fortbildung insgesamt. Insbesondere sind natürlich die Mitglieder der GMA angesprochen.
5. Geplante Stellungnahme(n)/Empfehlung(en) der GMA
Werden nach den Workshops auf den GMA-Fachtagungen erarbeitet.
6. Art der Veröffentlichungen
- GMA-Seiten
- GMS Z Med Ausbild
- Faltblatt
- Fakultäten
7. Aktualisierung
Einmal jährlich.
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